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Wenn du öfter das Gefühl hast, dein Körper sei plötzlich älter geworden, könnte fehlende Mobilität eine Rolle spielen – mit Expertenübungen

Wenn du öfter das Gefühl hast, dein Körper sei plötzlich älter geworden, könnte fehlende Mobilität eine Rolle spielen – mit Expertenübungen

Ob beim Aufstehen vom Sofa oder Verlassen des Bürostuhls – manchmal fühlt sich der Körper plötzlich deutlich schwerfälliger und älter an, als er eigentlich sein sollte. Das kann verschiedene Gründe haben, doch eines ist klar: Fehlende Bewegung und Mobilität können einen großen Einfluss auf das “Bewegungsalter” haben.

Viele Menschen unterschätzen, wie wichtig regelmäßige Aktivität für die Bewegungsfähigkeit ist. Sobald wir unseren Körper länger nicht richtig in Schwung bringen, kann das spürbare Folgen haben. Experten erklären, wie wir diesem Altern entgegenwirken können – und welche gezielten Übungen uns buchstäblich jünger gehen lassen.

Wie Bewegungsmangel das “Bewegungsalter” beeinflusst

Wenn wir uns im Alltag weniger bewegen, hat das gravierende Auswirkungen auf unsere Muskeln, Sehnen und Gelenke. “Mit zunehmendem Alter nimmt die Beweglichkeit natürlich ohnehin ab, doch Bewegungsmangel beschleunigt diesen Prozess zusätzlich”, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse, Präventionsexperte an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Ohne regelmäßige Belastung schwächen sich die Muskeln ab, die Gelenke werden steifer und die Koordination lässt nach. “Das führt dazu, dass simple Alltagsbewegungen plötzlich viel schwerer fallen”, so Froböse. Aufstehen, Treppen steigen oder das Gleichgewicht halten – all das empfinden viele Menschen dann als deutlich anstrengender.

Interessanterweise spüren wir die Auswirkungen von Bewegungsmangel oft erst, wenn wir uns gezielt wieder mehr bewegen. “Dann merken wir, wie alt unser Körper geworden ist – obwohl wir uns innerlich noch gar nicht so fühlen”, sagt der Experte.

Mit gezielter Aktivität das innere Alter reduzieren

Der gute Nachricht lautet jedoch: Mit regelmäßiger Bewegung und speziellen Übungen lässt sich das “Bewegungsalter” deutlich reduzieren. “Muskeln, Sehnen und Gelenke sind sehr anpassungsfähig. Wir können ihnen durch Training buchstäblich neues Leben einhauchen”, betont Froböse.

Besonders effektiv sind Übungen, die Kraft, Beweglichkeit und Koordination gleichzeitig fordern. “Dynamische Kräftigungsübungen, Dehnungen und Gleichgewichtsübungen sind ideal, um Muskeln, Gelenke und Nervensystem ganzheitlich zu aktivieren”, erklärt der Experte.

Wichtig ist, die Übungen regelmäßig – mindestens 2-3 Mal pro Woche – durchzuführen. “Nur so können die positiven Effekte auf Dauer spürbar werden”, betont Froböse.

5 Schlüsselübungen für mehr Beweglichkeit

Übung Ziel Anleitung
Kniebeuge mit Armeinsatz Kräftigung der Bein- und Rumpfmuskulatur Füße schulterbreit aufstellen, Arme seitlich ausgestreckt. Langsam in die Knie gehen, Arme nach vorne schwingen. Wieder aufstehen und Arme über den Kopf strecken.
Ausfallschritt mit Drehung Verbesserung von Beweglichkeit und Koordination Einen Fuß nach vorne stellen, in die Knie gehen. Dann den Oberkörper zur Seite drehen und den Arm Richtung Decke strecken. Wieder zurück in die Ausgangsposition.
Liegestütz mit Beinheben Ganzkörperkräftigung, Verbesserung der Rumpfstabilität In Liegestütz-Position gehen. Abwechselnd ein Bein anheben, ohne den Rücken zu krümmen.
Standwaage Verbesserung von Gleichgewicht und Koordination Auf einem Bein stehen, den anderen Fuß leicht anheben. Den Arm auf der gegenüberliegenden Seite ausstrecken. 30 Sekunden pro Seite halten.
Rückwärts gehen Aktivierung der Beinmuskulatur, Verbesserung der Bewegungskoordination Langsam und kontrolliert rückwärts gehen, Arme seitlich ausgestreckt zur Unterstützung des Gleichgewichts.

Experten-Tipps für mehr Bewegungsfreude

“Viele Menschen unterschätzen, wie viel Potenzial in einfachen Bewegungen steckt. Nur 10-15 Minuten gezieltes Training pro Tag können echte Wunder bewirken.”

Prof. Dr. Ingo Froböse, Präventionsexperte

“Bewegung muss nicht immer Sport sein. Schon ein kurzer Spaziergang, Treppensteigen oder Gartenarbeit können den Körper enorm aktivieren und die Beweglichkeit fördern.”

Dr. Susanne Tenbrock, Sportmedizinerin

“Wichtig ist, dass die Übungen Spaß machen und in den Alltag integriert werden können. Nur dann bleiben sie langfristig Teil der Routine.”

Claudia Breitbach-Snowdon, Physiotherapeutin

Bewegung muss nicht immer anstrengend sein – Hauptsache, wir kommen regelmäßig in Schwung. Mit den richtigen Übungen lassen sich Muskeln, Gelenke und Koordination nachhaltig verbessern. Und so fühlt sich unser Körper nicht nur jünger an, sondern wird es auch tatsächlich.

Häufige Fragen und Antworten

Wie oft sollte ich die Übungen durchführen?

Experten empfehlen, die Übungen mindestens 2-3 Mal pro Woche durchzuführen. Nur so können die positiven Effekte langfristig spürbar werden.

Kann ich die Übungen auch zu Hause machen?

Ja, die Übungen lassen sich gut in den Alltag integrieren und erfordern kein spezielles Fitnessstudio-Equipment. Wichtig ist, dass die Bewegungen sicher und kontrolliert ausgeführt werden.

Sind die Übungen auch für ältere Menschen geeignet?

Ja, die Übungen sind auch für Senioren gut geeignet. Sie fördern die Beweglichkeit und Koordination, ohne die Gelenke zu überfordern. Anfänger sollten die Übungen zunächst langsam und unter Anleitung ausführen.

Wie merke ich, dass sich meine Bewegungsfähigkeit verbessert?

Erste Verbesserungen zeigen sich oft schon nach wenigen Wochen regelmäßigen Trainings. Alltägliche Bewegungen fallen dann leichter, und das Gleichgewicht sowie die Koordination verbessern sich spürbar.

Gibt es Risiken bei den Übungen?

Wenn die Übungen korrekt ausgeführt werden, sind sie für die meisten Menschen sicher. Bei Verletzungen oder Vorerkrankungen sollte man jedoch vorab mit einem Arzt oder Physiotherapeuten sprechen.

Welche Regeln sind beim Training wichtig?

Wichtig sind eine aufrechte Haltung, kontrollierte Bewegungen und ein gleichmäßiger Atem. Überforderung und ruckartige Bewegungen sollen vermieden werden.

Kann ich die Übungen auch mit Kindern machen?

Ja, viele der Übungen eignen sich auch gut für Kinder. So können Eltern und Kinder gemeinsam an ihrer Bewegungsfähigkeit arbeiten.

Wo finde ich weitere Informationen?

Neben Ratgebern und Fitness-Apps bieten auch viele Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und Fitnesstrainer individuelle Beratung und Trainingsprogramme an.